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Benchmarking in Corona-Zeiten! Flexible Anpassungen möglich!

Die Situation: Die Corona-Pandemie ist leider auch 2021 noch nicht beendet, sondern stellt die Werkstätten weiterhin vor Herausforderungen. Einige Werkstätten, insb. in Niedersachsen, konnten 2020 keine Benchmarking-Messung durchführen und wollen 2021 wieder in die Erhebung einsteigen. Es gibt aber auch Bedenken, ob die in diesen außergewöhnlichen Zeiten gemessenen Indikatorwerte aussagekräftig und vergleichbar zu den Vorjahren sind. Dabei sind einige Qualitätskriterien mehr von Kontaktbeschränkungen und anderen Corona-Auswirkungen betroffen als andere. Gruppenübergreifende ABM sind derzeit schwieriger, weil die Gruppen möglichst wenig durchmischt werden sollen. In vielen Werkstätten gibt es insgesamt deutlich weniger begleitende Angebote als in »normalen Jahren«. Hinzu kommt, dass die Fachkräfte, die teilweise in die Erhebungen eingebunden sind, hochbelastet sind von den vielen notwendigen Veränderungen wegen Corona. Der Aufwand des Qualitätsmonitorings wird daher teils als Zusatzbelastung empfunden. Unsere Ansicht: Grundsätzlich sollte auch in Krisenzeiten, wenn andere Themen zu Recht in den Vordergrund kommen, die Teilhabequalität nicht aus dem Blick geraten. Es ist wichtig, wenigstens zu wissen, wie stark sich die Lage auch auf die Teilhabequalität - immerhin einer der Hauptaufträge der Werkstatt - auswirkt. Zudem sollte es ein vordingliches Ziel sein, Aspekte guter Teilhabe am Arbeitsleben schnellstmöglich wiederherzustellen. Daher empfehlen wir, die Messungen grundsätzlich weiterzuführen. Gleichwohl gibt es flexible Möglichkeiten, Anpassungen vorzunehmen. Möglichkeiten zur Anpassung: In Absprache mit vielen Werkstätten und der LAG A-B-T in Niedersachsen werden eine Reihe von Anpassungsmöglichkeiten für das Messjahr 2021 erarbeitet.

  • Reguläre Benchmarking-Messung: Die reguläre Benchmarking-Messung findet statt. Für viele Werkstätten ist die Durchführung der Erhebung dieses Jahr trotz Corona möglich.
  • Kennzahlen aussetzen: Um die Belastung der Fachkräfte reduzieren zu können, ist es möglich, einzelne Kennzahlen zu pausieren. Dies kann von jeder Werkstatt individuell entschieden werden. Insb. Kennzahlen, die sehr aufwändig in der Erhebung sind und von Corona sehr stark beeinflusst werden, bieten sich hierfür an. Um Kennzahlen auszusetzen, müssen Sie nichts besonderes tun. Lassen Sie die entsprechenden Eingabefelder in der Kennzahlendatei einfach leer. Besprechen Sie in Ihrem Benchmarking-Team, welche Kennzahlen ausgesetzt werden sollen, setzen Sie das am besten werkstattweit für alle Standorte einheitlich um und informieren Sie uns bitte kurz per Email darüber.
  • Kennzahlenanpassungen: Bei einzelnen Kennzahlen wurden die Definitionen geringfügig angepasst. Zum Beispiel können gruppenbezogene ABM, die normalerweise nicht mitgezählt werden dürfen, nun mitgezählt werden, sofern die gruppenbezogene Durchführung aufgrund von Corona erfolgt. Auf weitere Anpassungen weisen wir hin.
  • Corona-Sondererhebungen: In Absprache mit der LAG A-B-T haben wir ein schlankes Set an Zusatzinstrumenten erarbeitet, die in der Lage sind, viele Informationen dazu zu sammeln, wie gut die Bewältigung der Coronasituation in der Werkstatt gelungen ist. Der Einsatz dieser Zusatzinstrumente ist freiwillig und ohne Zusatzkosten möglich. Für Werkstätten, die die reguläre Messung auch unter Aussetzen einzelner Kennzahlen nicht bewältigen können, besteht die Möglichkeit, dieses Jahr nur die Zusatzinstrumente zu nutzen. Weiteres Infos hier.

Benchmarking papierlos - Alle Infos im Wiki!

  • Früher hat jede teilnehmende WfbM mind. 2 ausgedruckte Exemplare des Handbuchs erhalten, zusammen rund 5.000 Seiten Papier. Jetzt können Sie alle nötigen Informationen in diesen Benchmarking-Wiki finden. Die Wiki-Kapitel verfügen über eine Druckversion, so dass einzelne Beiträge natürlich auch ausgedruckt werden können.
  • Nach der gemeinsamen Weiterentwicklung der Qualitätsmessung 2019 wurden folgende Anpassungen – schon für die Messung 2020 – vereinbart. Infolge des Lock-Downs und der veränderten Abläufe im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie war es vielen Werkstätten 2020 jedoch nicht möglich, Datenerhebungen durchzuführen. Deshalb finden Sie in Folgenden nochmals die Zusammenstellung, was sich seit der Messung 2019 geändert hat.

Reguläre Benchmarking-Messung

Kennzahlen

  1. Für alle stichtagsbezogenen Kennzahlen sowie die Aktualisierung der Stammdaten gilt als (neuer) Stichtag der 31.12. eines Messjahres.

  2. Neu: Erweiterung der Kennzahl Förder-/Teilhabeplan
    Zur Unterstützung einer stärkeren Wirkungsorientierung wurden die Mindeststandards, die eine Förder-/Teilhabeplanung erfüllen muss, erweitert und umfassen jetzt 6 Kriterien. Auf die Vorgabe »nicht älter als 1 Jahr« wird verzichtet, da sie einer personenzentrierten, flexiblen Anpassung widerspricht. Erfasst wird aber das Datum der letzten Planung. Weitere Informationen finden Sie unter Förderpläne/Teilhabepläne.

  3. Neu: Begegnungsfördernde Arbeitsplätze
    Die Erläuterungen zu Ein- und Ausschlusskriterien wurden erweitert. Informieren Sie uns bitte, wenn Sie unsicher sind, ob ein Arbeitsplatz gezählt werden kann oder nicht. Weitere Informationen finden Sie unter Begegnungsfördernde Arbeitsplätze.

  4. Neu: Kennzahl Betriebsintegrierte Arbeitsplätze (BiAp) Messung jetzt von 01.01-31.12.
    BiAps werden nun vom 01.01.-31.12. gemessen. Dies wurde u.a. deshalb vereinbart, weil durch die Verlegung des Stichtags auf den 31.12. zahlreiche BiAps entfallen würden. Vorläufig werden BiAps zusätzlich noch am Stichtag 31.12. gemessen. Weitere Informationen finden Sie unter Betriebsinterne Arbeitsplätze.

  5. Neu: Zusatz-Kennzahlen zu BiAp (freiwillig)
    Ergänzend zur BiAp-Kennzahl wird (freiwillig) auch erhoben, ob (1.) geplante BiAps tatsächlich umgesetzt wurden und ob (2.) BiAps früher als vertraglich vereinbart, beendet werden. Weitere Informationen finden Sie unter Betriebsinterne Arbeitsplätze.

  6. Neu: Zertifizierte Qualifizierungsbausteine
    Zusätzlich zu der Anzahl angebotener zertifizierter Qualifizierungsbausteine wird nun auch erhoben, wie viele Mitarbeiter einen zertifizierten Qualifizierungsbaustein abgeschlossen haben. Weitere Informationen finden Sie unter Zertifizierte Qualifizierungsbausteine.

  7. Gestrichen: Kennzahl Nutzer Budget für Arbeit wird nicht mehr gemessen!
    Wegen regional unterschiedlicher Regelungen eignet sich diese Kennzahl nicht für den Werkstätten-Vergleich und wurde daher gestrichen. Die Anzahl Budgetnutzer wird aber weiterhin erfasst.

  8. Neu: Kennzahl Angebotene Stunden Arbeitsbegleitender Maßnahmen/Angebote
    Die Ein- und Ausschlusskriterien wurden angepasst, um bspw. für BiAp-Teilnehmer auch Gruppenangebote zuzulassen oder berufliche Qualifizierungsangebote auch als Einzelfördermaßnahme zählen zu können. Wenn Angebote aufgrund von Corona-Hygiene-Regelungen nur noch als gruppenbezogene Angebote durchgeführt werden können, wird für diese Ausnahme die Bedingung, dass nur gruppenübergreifende Angebote gezählt weren, ausgesetzt - diese Gruppenangebote dürfen gezählt werden. Zusätzlich wird nun auch erhoben, ob Angebote durch interne, externe oder Referenten mit Behinderung angeboten werden. Weitere Informationen finden Sie unter Angebotene Stunden arbeitsbegleitender Maßnahmen/Angebote.

  9. Neu: Kennzahl Übergangsvorbereitung
    Für eine bessere Unterstützung der einheitlichen Datenerhebung wurden die Erläuterungen ausführlich ergänzt. Weitere Informationen finden Sie unter Übergangsvorbereitung.

  10. Neu: Kennzahl Vermittlungen/Übergänge
    Ergänzend zur bisherigen Erhebung wird nun erfasst, ob die Vermittlung/der Übergang durch das Budget für Arbeit zustande kam. Weitere Informationen finden Sie unter Übergänge/Vermittlungen mit/ohne Budget für Arbeit.

  11. Neu: Kennzahlen zu Fort- und Weiterbildungsangeboten (Stunden & Beteiligung)
    Zusätzlich zu den bisherigen Kennzahlen werden seit 2020 auch Supervisions- und Coaching-Angebote gezählt. Neben dem Fachpersonal werden seit 2020 auch Angestellte in Führungs-/Leitungsposition bei diesen Kennzahlen berücksichtigt. Weitere Informationen finden Sie unter Teilnahme an Fort- und Weiterbildung bzw. Supervision/Coaching von Fachpersonal/Führungskräften.

Befragungen

Mitarbeiterbefragung: Die Mitarbeiterbefragung liegt nun auch in einer Kurzversion vor. Sie soll vorrangig bei den Mitarbeitenden eingesetzt werden, für die die reguläre Mitarbeiterbefragung zu lang ist, die Fragen zu komplex oder die Verständlichkeit ohne Bilder und Symbole weniger gut gegeben ist. Weitere Informationen finden Sie unter Mitarbeiterbefragung.

Personalbefragung: Diese Befragung gliedert sich in zwei Hauptteile: Teil A erfasst zentrale Aspekte der Arbeitszufriedenheit, Teil B bietet die Einschätzung der Teilhabequalität aus der Perspektive des Fachpersonals. Weitere Informationen finden Sie unter Personalbefragung.

2jährige Kennzahlen

Einige Kennzahlen müssen nicht jedes Jahr gemessen werden, sondern nur alle zwei, im Fall der Werkstattratswahl alle 4 Jahre. Folgende Kennzahlen müssen 2021 erhoben werden:

Werkstätten, die 2020 keine Datenerhebung durchgeführt haben, wird empfohlen, die Kennzahlen

auch im Messjahr 2021 durchzuführen.